Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Bad Düben
 

Seit 140 Jahren setzen Bürger uneigennützig ihre Kraft, Gesundheit und Leben ein, für das  Allgemeinwohl der Stadt und umliegenden Gemeinden.

Natürlich gab es schon vor der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr in Bad Düben einen Feuerlöschdienst. Dieser war die Städtische Feuerwehr, welche sich aus den einzelnen Handwerkssinnungen und anderen Bürgern zusammensetzte. Zum Unterschied zur Freiwilligen Feuerwehr war der Dienst in der städtischen Feuerwehr Pflicht für jeden Bürger. Wer, wann, welche Aufgeben zu übernehmen hatte, bestimmte der Rat der Stadt, beziehungsweise in preußischer Zeit der Magistrat von Düben. Mit der Zeit beabsichtigten aber immer weniger Bürger, dieser Pflicht nachzukommen. So dachten der Magistrat und die Stadtverordneten darüber nach, wie in anderen Städten des Landes auch in Düben eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen.

Im „Gemeinnützigen Wochenblatt für Düben und die Umgegend“ erschien dazu am
17. Juli 1869 folgende Anzeige: „Es wird beabsichtigt, wie in anderen Städten auch hier eine Freiwillige Feuerwehr zu organisieren. Diejenigen jungen Leute über 17 Jahre alt, hier selbst, welche beitreten wollen, haben sich Montag, den 19. d. M. , abends 8 Uhr, im Rathaussaale hier einzufinden.“
Der Magistrat hatte dazu eingeladen. Allerdings ohne viel Erfolg, denn am 24. Juli erfolgte eine zweite Anzeige. Diesmal drohte man dem unentschlossenen mit der städtischen Feuerwehr. Wer sich am 26. d. M. nicht einfinden wolle, wird widrigenfalls zum Dienst bei der städtischen Feuer- Lösch- Einrichtung an der Stelle älterer Einwohner herangezogen werden müssen. Daraufhin meldeten sich dann 69 Bürger. Es wurde eine Kommission gebildet, welche ein Grund- und Disziplinargesetz für die FFW Düben entwerfen sollte.

Für diesen Entwurf zeichneten Verantwortlich:

   
1.Magistratsassessor    Kaufmann Köhler
2.Kaufmann H. Rausch
3.Färbermeister E. Rausch       
4.Steuereinnehmer Schuhmann


Die Gründungsfeier unserer Freiwilligen Feuerwehr fand am 02. August 1869 in „Rennerts Restauration“ ( später Bürgergarten- Ritterstraße, heute Karavan- Würdig ) statt. Auf der Tagesordnung standen drei Punkte:   
1. Grundgesetz
2. Klassifikation der Mannschaften
3. Wahl der Kommandos

Das Grundgesetz, einschließlich Disziplinargesetz wurde den Versammelten vorgelesen. Dann fand eine Besprechung darüber statt. Und anschließend eine Beschlussfassung. Bei der Klassifikation der Mannschaften wählte man zwölf Steiger  und einen Obersteiger. Die Wahl des Kommandos ergab folgende Besetzung:   

Hauptmann             Eduard Rausch     Färbermeister
Unterhauptmann    Gustav Rausch      Kaufmann
Rohrführer              F. Illgen                   Schlossermeister
Rohrführer              E. Sparfeld            Büchsenmacher
Rohrführer              T. Wilke                  Zeugschmiedemeister

Dübener Feuerwehrmänner vor dem Gerätehaus am Rathaus

Von der Stadt bekam die Neugegründete Freiwillige Feuerwehr folgende Löschgeräte:

Eine Spritze nebst Schläuchen
Zwei Feuerhaken
Zwei Leitern und eine Anzahl Eimer

Die Kosten der ersten Ausrüstung beliefen sich auf 243 Taler,  27 Groschen und 3 Pfennig, wovon die Provinzialstädte Feuersozietät 170 Taler übernahm. Die Feuersozietät wollte sogar noch 50 Taler mehr Zahlen, wenn sich die Wehr bereit erklärt, im Umkreis von einer Meile alle Orte bei Bränden zu unterstützen. Das waren 21 Gemeinden. Zu viel für die junge Dübener Wehr, das Ansinnen wurde abgelehnt. Schließlich einigten sich beide Parteien auf folgende Ortschaften:    
Görschlitz, Pristäblich,
Ober- Niederglaucha, Wellaune, Tiefensee, Schnaditz,
Alaunwerk, Prösa, Schwemsal und Neuhof.   

Die Wehr forderte aber von den Gemeinden, bei Ausbruch eines Brandes einen Leiterwagen zum Transport von Mannschaften und Geräten zum Dübener Marktplatz zu entsenden.

1871 beschaffte die Wehr eine neue Spritze für 245 Taler. Nach dem Kriege 1870/71 hatte die Wehr nur noch 41 Mitglieder.
Bis 1873 erhöhte sich die Zahl der Kameraden aber wieder auf 62.   

Der schon damals gute Ruf der FFW Düben hatte 1875 zur Folge, dass die Stadt Herzberg bei der Stadt Düben um gütige Ratschläge bei der Bildung einer FFW nachsuchte.
Am Himmelfahrtstag 1875 wurde auf Einladung der Eilenburger FFW ein Ausflug zum Roten Haus gemacht. Bemerkenswert ist eine nach diesem Ausflug stattgefundene Sitzung des Ehrengerichts der FFW Düben, auf der ein Angehöriger der Wehr ausgestoßen wurde, weil er ein Butterbrot, welches er in der Gaststätte bestellt und gegessen, aber nicht bezahlt hatte.

Im Jahre 1877 ließ die Wehr bei Herrn Bräunert, in Bitterfeld, eine 4 rädrige Abprotzspritze für 1480,-  Mark anfertigen.

1879 bestand das Inventar der FFW Bad Düben aus Folgendem:

1    Vierrädriger Zubringer
2    Steigerleitern
1    lange Leiter               
1    Schlauchkarren
1    Steigerhaus
1    Abprotzspritze mit Schläuchen
1    Bockleiter
1    Leiterkarren                               
1    Wasserfass
20  kompl. Ausrüstungen für die Steiger
66  kompl. Ausrüstungen für Mannschaften



Wie streng es mit der Disziplin gehandhabt wurde, beweist eine bemerkenswerte Sitzung vom 11.11.1879. Es war Klage gegen das Kommando wegen zu nachsichtiger Leitung geführt wurden. Kameraden verlangten, das Kommando dürfe nicht bitten, sonder befehlen. Unpünktlichkeit müsse bestraft werden und Trunkenheit im Dienst Ausstoßung zur folge haben. Außerdem solle man vorsichtiger bei der Aufnahme neuer Mitglieder sein.

1887 wurden neue Satzungen, die den veränderten Verhältnissen Rechnung trugen, vorgelegt und beschlossen. In diesem Jahr ist auch eine außerordentliche Beihilfe der Stadt zu verzeichnen. Diese waren insofern wichtig, da ja von diesen Zuwendungen und Prämien die Ausrüstungsgegenstände und Beihilfen bezahlt wurden.
Ab 1893 bewilligte die Stadt eine laufende jährliche Beihilfe von 50 Mark. Ferner zahlte die Stadt bei auswärtigen Bränden für Abwesenheit bis zu vier Stunden eine Mark und bei längerer Abwesenheit 1,50 Mark.

Das 25 jährige Jubiläum wurde am 01.08.; 02.08. und 06.08.1894 mit Konzerten, Festzug und Feuerwerk gefeiert. Als Anerkennung für gute Arbeit erhielt die Wehr von der Stadt 100,- Mark und von der Sozietät 150,- Mark.
Am 22. September 1894 wurde ein Statutenanhang genehmigt. Nach diesem konnten Mitglieder, welche der Wehr 25 Jahre angehörten, auf eigenen Wunsch als passives Mitglied fortgeführt werden. Sie zahlten nur die Hälfte der Beiträge, hatten Zutritt bei Übungen, Versammlungen und Beteiligung an Bänden, aber kein Stimmrecht. Am selben Tag legten Hauptmann Eduart Rausch und sein Stellvertreter Eduart Fritsche ihre Ämter nieder.

Von 1894 bis 1905 wurde die Wehr von Hauptmann Hermann Dittmann geleitet, welcher 1905 abgelöst wurde. Neuer Hauptmann für nur wenige Monate wurde Richard Simon.

Der Feuerwehrhauptmann
Wilhelm Lippold

Ende 1905 wurde Klempnermeister Wilhelm Lippold zum Wehrleiter gewählt, welcher dieses Amt bis zum 19.01.1934 versah.  

Trotz des 1. Weltkrieges, der nachfolgenden Inflation und Weltwirtschaftskrise bekam die Wehr unter seiner Leitung großen Aufschwung, da er sich besonders mit der Jugendarbeit beschäftigte.
So gelang es bereits 1929 eine Jugendfeuerwehr zu gründen.


Im gleichen Jahr feierte unsere Feuerwehr ihr 60- jähriges Bestehen. Allein am Festumzug nahmen24 Wehren mit etwa 300 Wehrleuten teil. Auch der Bau des Feuerwehrgerätehauses auf dem Turnplatz fiel in die Amtszeit von Lippold. Darüber ist folgendes bekannt:
Am 7. Juni des Jahre 1932 hat der Magistrat von Düben den Bau eines Feuerwehrhauses auf dem Gelände bei der Turnhalle beschlossen.


Der alte Geräteschuppen am Rathaus reichte nicht mehr aus und der hölzerne Schlauchtrockenturm auf dem Grundstück von Herrn Pohle, Paradeplatz Nr. 3, war baufällig. Der Neubau wurde in einem Jahr beschlossen, in dem das deutsche Wirtschaftsleben einen Tiefstand erreicht hatte wie nie zuvor. Damit hatten zugleich die deutschen Gemeinden ihre bisherige gesunde finanzielle Lage verloren. Auch war dies eine Zeit, in der die Selbstverwaltung der Gemeinden durch Eingriffe des Staates beschränkt wurde.
Im Jahr 1932 musste die Stadt Düben über zehn Prozent ihrer Bevölkerung aus öffentlichen Mitteln ernähren. Und dennoch hat gesunder Bürgersinn trotz der schwere der Zeit sich auf seine Pflichten besonnen und ist mit dem Bau des Feuerwehrhauses in den Dienst der Allgemeinheit getreten.
Die Vorbereitungen dazu begannen bereits im März 1932. Am 15. des Monats wurde Herrn Pohle mitgeteilt, dass die Stadtverordnetenversammlung den Neubau eines Trockenturms beschlossen hatte und das der alte Turm auf seinem Grundstück in kürze abgerissen wird. Ein zweites Schreiben vom gleichen Tag war an den Provinzional- Feuerlöschdirektor Scholz in Magdeburg gerichtet. Darin wurde dieser um Hilfe in Form von Unterlagen über Ausführung und Kosten gebeten und wenn es ihm möglich wäre, solle er bei schönem Wetter selbst nach Düben kommen.
Scholz war am 23. März 1932 in Düben und berichtete in einem Schreiben dem Generaldirektor der Städte- Feuersozietät der Provinz Sachsen in Merseburg. Er hatte nach der Besichtigung des Gerätehauses am Rathaus und des alten baufälligen, hölzernen Übungsturmes dem Magistrat empfohlen, nicht nur einen neuen Übungsturm mit Schlauchtrockenanlage, sondern auch gleich ein neues Gerätehaus zu bauen. Die jetzigen Einstellräume der Feuerwehr wären vollkommen unzureichend und schlecht. Er hat dis mit dem Bürgermeister Dr. Zimmermann und dem Führer der Feuerwehr besprochen und beide schlossen sich seiner Meinung an. Die Kosten wurden auf 15000 – 18000 Mark geschätzt.
 
Im Schreiben vom 23. April 1932 bittet der Magistrat den Generaldirektor in Merseburg um finanzielle Unterstützung, da die Stadt bereits mit 32000 Mark verschuldet war. Auch gab man zu bedenken, dass bei einer großen Feuersbrunst viel Unheil angerichtet werde, da die meisten Häuser schon sehr alt waren. Dazu kam, dass die Stadt noch keine Wasserleitung besaß, was bei der verzweigten Lage des Stadtbildes in Brandfällen von ganz erheblichem Nachteil war. In Juni des Jahres bietet der Architekt Hermann Günther aus Tauche seine Hilfe beim Bau an. Günther hatte bereits 1914 die Turnhalle und das angrenzende Jugendheim erbaut und leitete den Umbau des Rathauses und den Wiederaufbau des abgebrannten Moorbades 1925.
In den Jahren 1928 – 1931 war er als Architekt und Bauleiter des neuen Moorbades und des städtischen Kurhauses tätig. Der Architekt schickte dem Magistrat vier Skizzen und wies darauf hin, dass die Bodenverhältnisse auf dem Bauplatz eine tiefere Gründung notwendig machen und dadurch die Kosten steigen werden. Dieser Einwand war mehr als berechtigt, da sich an gleicher Stelle der alte Pfarrteich befand, welcher erst zwischen 1898 und 1906 zugeschüttet wurde.
Die Baukosten veranschlagte man auf 1300 Mark, wovon Herrn Günther 650 Mark als Architektenlohn zustehen sollten. Zur Untersuchung des Baugrundes führte der Brunnenbaumeister E. Nehrenz aus Düben drei Bohrungen durch.

Am 18.08. 1932 wurden die Maurer- und Erdarbeiten offiziell an die Firma W. Noack übertragen. Der Neubau sollte am 15. Oktober 1932 übergeben werden. Noack musste sich verpflichten, außer dem leitenden Personal, nur Dübener Wohlfahrtsempfänger am Bau zu beschäftigen. Das gleiche galt für die Ausführung der Zimmerarbeiten. Diese führt die Firma Karl Busse aus. Die Glaserarbeiten gingen an den Glasermeister Paul Sonntag, die Tischlerarbeiten an die Bau- und Möbeltischlerei Fritzsche, Klempnerarbeiten an Gustav Hempel. Die Elektroinstallation übernahm Wilhelm Lippold, der seit Ende 1905 auch Wehrleiter war. Für die Wasserleitung sorgte der Klempnermeister Otto Flemming und mit den Ofensetzerarbeiten beauftragte man die Firma Gustav Beiyer. Die Schlosserarbeiten besorgte Paul Hußke und die Schlösser fertigte Hermann Pollenden. Die Dachdeckerarbeiten übertrug die Stadt dem Dachdeckermeister Gustav Bräutigam. Für den Malermäßigen Anstrich einigten sich die Beteiligten nach einem kleinen hin und her auf die oben erwähnten Firma Karl Busse.


Trotz aller Schwierigkeiten konnte das neue Feuerwehrdepot am 07. Mai 1933 feierlich eingeweiht werden. Am 06. Mai traf man sich aber schon zu einem fröhlichen Umtrunk im Schützenhaus, wo natürlich auch das Tanzbein geschwungen wurde. Nachdem der Rausch ausgeschlafen war, ging es am 07. Mai um 14.00 Uhr dann zum offiziellen Teil. Der Architekt Günther nahm die Schlüsselübergabe an die Stadt vor und es wurden noch viele Reden gehalten. Besonders Stolz blickten viele der Anwesenden zu der Kunstplastik „Feuerwehrmann“ von dem Bildhauer Oelzer aus Leipzig empor, welche wir noch heute über den Toren des neuen Gerätehauses sehen. Die Plastik stifteten mehrere Baufirmen.
Ein Wehrmutstropfen viel doch über das schöne Fest. Der Bürgermeister hatte ein Schreiben von Herrn Scholz erhalten, worin ihm mitgeteilt wurde, dass die Feuersozietät aus finanziellen Gründen keinen Beitrag zum Bau des neuen Feuerwehrhauses leisten kann. Dübener Bürgerfleiß hat es aber auch ohne fremde Hilfe geschafft.

1934 verfügte die Wehr über folgende Aggregate und Gerätschaften:                                                                    
1 Motorspritze „Magirus“   

1 mechanische Schiebeleiter     
1 Zubringer

2 Schlauchwagen                  
1 Jauchsche Abprotzspritze 

1 Landspritze                       
1 Steigerwagen mit 3 Aufstellleitern 

4 Hakenleitern                   
700 m Schlauchmaterial         

                  

Von 1934 bis 1935 übernahm Kamerad Gustav Merkwitz die Wehrleitung, welcher dann beurlaubt und von dem Kameraden Otto Schmeil abgelöst wurde.

Im Februar 1941 erlitt die Wehr einen schweren Verlust, als der Wehrleiter Otto Schmeil bei einem Einsatz auf der vereisten Schwarzbach am Wehr bei der Neumühle tödlich verunglückte.  Von dieser Zeit an bis Ende des II. Weltkrieges übernahm Kamerad Hans Frings kommissarisch die Wehrleitung und hat während dieser Zeit viel dazu beigetragen, dass das Ansehen und die Einsatzbereitschaft der FFW Bad Düben gesichert war.
Nach dem Zusammenbruch 1945 bis 1946 bestand in Düben eine Berufsfeuerwehr, welches als größtes Aggregat eine hier in Düben stehen gebliebene LF 25 besaß, welche dank der besonders guten Pflege der Kameraden und Maschinisten noch über zweieinhalb Jahrzehnte als Löschfahrzeug diente.
Der Rat der Stadt Düben beauftragte 1946 den Kamerad Albert Littmann die Ruhende FFW wieder neu zu formieren, da eine Berufsfeuerwehr zu kostenspielig wurde. Kamerad Littmann leitete die Wehr bis 1952.
Von 1953 bis 1955 übernahm Kamerad Max Uhlig die Wehrleitung. 1955 wurde Kamerad Max Uhlig Leiter des Wirkungsbereiches der FFW. Diese Tätigkeit hat er bis 1963 ausgeführt und somit insgesamt 51 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geleistet.


Ab 1955 wurde die Wehr von Kameraden Hermann Große geleitet. Er hatte dieses Amt bis 1967 inne. In seiner Amtszeit wurde die Gruppe „Junger Brandschutzhelfer“ aufgebaut, die sich bis zur Wende behauptet hat.

Unter seiner Führung waren viele junge Menschen der FFW beigetreten. So war es nur Logisch, dass sich auch die Wehrleitung verjüngte.


Neuer Wehrleiter war ab 1967 Bruno Große. Mit großem Erfolg wurde die Gruppe „Junger Brandschutzhelfer“ weiter gefördert. Viele sind später als aktive Kameraden in die Wehr eingetreten.
Zu dieser Zeit wurde auch eine Frauengruppe, welche ihre Aufgaben im Vorbeugenden Brandschutz sieht, gegründet.


Lehrgangsteilnehmerinnen für Vorbeugenden
Brandschutz vom 24.04 bis 28.04. 1978 in Borna

Einen Höhepunkt bildete die 100- Jahrfeier der FFW Bad Düben vom 20.06. bis 29.06. 1969. Über eine Woche war die Stadt in Feststimmung. Feuerwehrübung, Sport-, Spiel- und Kinderveranstaltungen lösten einander ab. Rummel auf dem Festplatz am Gaswerk, fast jeden Tag Tanz in allen Sälen, Modenschauen und sogar ein Auftritt der bekannten „Optimisten“ lockten tausende von Bürgern zu den Veranstaltungen.

Im Jubiläumsjahr 1969 verfügte unsere Wehr unter anderem über folgende Fahrzeuge und Aggregate:


1    LF 25
1    LKW TS 8               
1    Tanklöschfahrzeug
1    Notstromaggregat
Motorsägen, Schlauchboote, Funkgeräte usw.

Ab 1970 war Kamerad Willi Bille Wehrleiter. Im Jahre 1973 wurde in der Bitterfelder Straße damit begonnen, alte Gebäude abzureißen und Anfang 1974 legte man den Grundstein für ein neues Feuerwehrgerätehaus. Es gab manche Hürde zu überwinden bis der Neubau am 15. Mai 1976 eingeweiht und übergeben werden konnte.
Die Eigenleistungen der ca. 58 Kameraden beliefen sich auf  rund 1,8 Mio. Mark der DDR, was damals einen Gesamtstundenaufwand von 45 000 Arbeitsstunden entsprach.

Gerätehaus und Löschfahrzeuge der FFW Bad Düben 70- ger Jahre
 


Für die damalige Zeit großzügig gebaut, erfüllte er bis ins Jahr 2007 die Ansprüche, die an Gerätehäuser gestellt werden. Die Verantwortlichen für den Neubau, der Wehrleiter Willi Bille und Kamerad Fritz Freiberg, haben eine hervorragende Arbeit geleistet. Aber auch allen Feuerwehrangehörigen, die am Bau beteiligt waren, muss man noch heute für Ihren Fleiß danken. Viele ortsansässige Betriebe haben uneigennützig Unterstützung geleistet.
Damit unsere Feuerwehr dieses Gerätehaus noch lange nutzen kann, machte sich in den nächsten Jahren, eine Modernisierung erforderlich.
Im Frühjahr 1984 wurde Kamerad Siegfried Kübler als Wehrleiter eingesetzt.
Unter seiner Leitung wurde die Wehr in mehrere Verantwortungsbereiche umgestellt. So gab es jetzt drei Stellvertreter des Wehrleiters. Sie waren Zuständig für die:
- Einsatz Aus- und Weiterbildung
- Technik
- Vorbeugenden Brandschutz.

Kam. Kübler hat für die strikte Förderung der AG „Junge Brandschutzhelfer“ gesorgt und somit maßgeblichen Anteil daran, dass der Nachwuchs der Feuerwehr für die folgenden Jahre gesichert war. Auch wurde unter seiner Regie der Feuerwehrsport  in der Wehr, aber auch in der gesamten Region verstärkt vorangetrieben. In den 70- ger und 80- ger Jahren war Bad Düben die Hochburg im Feuerwehrsport. Die Wehr hatte mit den Kameraden Stärtzel Peter und Roß Hans, zwei erfahrene Männer, die es verstanden haben aus unseren Brandschutzpionieren eine schlagkräftige Sportmannschaft, zu formen. Diese Mannschaft war sehr erfolgreich. Dies kann man noch heute, anhand der gewonnenen Pokale, im Wehrleiterzimmer sehen.


Ab 1987 erfolgte die erste komplette Sanierung des Gerätehauses. In diesem Jahr wurde die Freifläche zwischen Tanklager und Bitterfelder Straße schrittweise umgestaltet und so eine Freifläche geschaffen die die Kameraden bei schönem Wetter gerne nutzen, um ein Feierabendbier zu trinken und Erlebtes auszutauschen.


Im Jahr 1987 wurde mit der Schrittweisen Fertigstellung der Werkstatt und der Waschgarage begonnen. Dieser Anbau sorgte für eine erhebliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen.
So konnte jetzt die Wartung der Einsatzfahrzeuge in einem trockenen und beheizten Raum, auf einer beleuchteten Grube durchgeführt werden.

1987 wurde Siegfried Kübler Zugführer des 2. Brandschutzzuges des damaligen Landkreises Eilenburg.
Im gleichen Jahr wurde mit der Umrüstung der Löschfahrzeuge vom Typ S4000 auf W50 begonnen. Auf Grund der aktiven Beteiligung  im Brandschutzzug, konnte die Wehr bereits zwei LF – TS8 – STA zu ihrem Bestand zählen.

Im Mai 1989 konnte der Anbau Werkstatt- Waschgarage übergeben werden.
Auch in der Wendezeit, in den Jahren 1989 – 1990, die auch für die Feuerwehr Bad Düben  eine schwierige Zeit war, war die Wehr ohne Abstriche zu jeder Zeit  einsatzbereit und die Organisation als solches war erhalten geblieben. Natürlich musste sich auch die Wehr neu orientieren.
Die Wehrleiterwahl im Jahr 1990 ergab, dass Kamerad Siegfried Kübler erneut das Vertrauen seiner Kameraden erhalten hat. Er wurde nach neuer Satzung erneut Wehrleiter der
FFW Bad Düben.
Auf Grund neuer verschiedener Technik, die im Laufe der Jahre angeschafft wurde, war es nun nicht mehr möglich, alle anstehenden Arbeiten auf freiwilliger Basis zu erledigen. Um die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten und die Einsatztechnik in dem Umfang zu warten und zu pflegen, wie es Vorschrift war, musste ein hauptamtlicher Gerätewart her. In seiner Funktion als Wehrleiter konnte Kamerad Kübler dies bei der Stadtverwaltung durchsetzen.

Noch im Jahr 1989 wurden die ersten Beziehungen zu Freiwilligen Feuerwehren in den alten Bundesländern geknüpft. So konnten in Bad Düben bald Vertreter der Feuerwehren aus den Städten Rödinghausen, Lichtringhausen und Diez- Freiendiez begrüßt werden. Es wurden Erfahrungen ausgetauscht und gegenseitige Besuche organisiert. Seither wird ein reger Kontakt gepflegt.
Mit der FFW der Partnerstadt Diez wurde ein Partnerschaftsvertrag abgeschlossen.

Zum 26. Deutschen Feuerwehrtag vom 14. – 19. Juni 1990 in Friedrichshafen war eine Abordnung der Bad Dübener Feuerwehr vertreten. Mit sehr wenig D- Mark in der Tasche, aber dafür ausgestattet mit Improvisation und einem hohen Maß an Organisationstalent, wurde diese Fahrt ein unvergessenes Erlebnis.

 Als Stadtrat und Wehrleiter hat sich Kamerad Kübler mit der nötigen Ausdauer dafür eingesetzt, dass die veraltete und nicht mehr den modernen Anforderungen genügende Fahrzeugtechnik erneuert wird. Somit konnten in der Zukunft drei neue Löschfahrzeuge angeschafft werden.
Zu diesem Zeitpunkt wurde mit dem Umbau des Löschfahrzeuges LF8 – LS 1/1 LO 2002 A (Hochverschäumer) begonnen.
Aus diesem Fahrzeug wurde auf Grund seines Kofferaufbaus unser erster HRW (Hilfsrüstwagen) gebaut, der bis zum Kauf des heute noch existierenden RW1 in Betrieb war.

 



Im 1990 wurde der Kreisfeuerwehrverband Eilenburg e.V. gegründet. Gründungsmitglied war unter anderen auch unser Wehrleiter Siegfried Kübler.
Der Aufbau einer Löschgruppe, die im erweiterten Katastrophenschutz ihr Tätigkeitsfeld sah, wurde neu geschaffen. Hier konnten sich Kameraden zur Mitarbeit verpflichten und wurden somit nicht zur Bundeswehr einberufen (anfangs 10 Jahre, später 7 Jahre). In Zusammenhang mit der Arbeit dieser Löschgruppe bekam die FFW Bad Düben ein neues Löschfahrzeug vom Typ LF16 - TS8. Dieses Fahrzeug wurde später gegen ein LF 16 ausgetauscht.



Die Alarmierungs- und Funktechnik wurde auf den neusten Stand umgerüstet. Die Wehr verfügte nun über neue Alarmmeldeempfänger. Es wurden aber noch viele zusätzliche Geräte und Technik, die für Ausbildungszwecke genutzt werden konnten, in Dienst gestellt.

Durch die Eingemeindung der Ortschaft Wellaune nach Bad Düben, wurde aus der bis dahin selbstständigen Freiwilligen Feuerwehr Wellaune eine Löschgruppe Wellaune gebildet. Sie gehörte somit offiziell zur Feuerwehr Bad Düben. Leider existiert diese Löschgruppe heute nicht mehr. Das Gerätehaus und das darin befindliche Löschfahrzeug, ein Barkas B 1000,  wird von einigen interessierten Alterskameraden der ehemaligen Löschgruppe Wellaune betreut und vom Förderverein unterstützt.  

 

Löschgruppe Wellaune 1993

Freiwillige Feuerwehr Bad Düben Dezember 1993

Ausrüstungsgrad Stand der Wehr Januar 1994
                                   
Einsatztechnik:


- Tanklöschfahrzeug            TLF 16-  W 50         
- Löschfahrzeug                   LF    16-  W 50   
- Löschfahrzeug                   LF    16-  TS 8 MB
- Rüstwagen                        RW   1/1 Robur
- Einsatzleitwagen              ELW 1    Barkas B1000
- Einsatzkrad                       MZ 250 ccm  

Einsatztechnik- Anhänger:


- Pulverlöschgerät                      PG 250
- Schaumbildneranhänger        SBA 4,5
- Beleuchtungsanhänger           BLA
- Schlauchtransportanhänger   STA
- Ölschadstoffanhänger            ÖSA
- Anhängeleiter                         AL18
- Tragkraftspritzenanhänger    TSA (Jugendfeuerwehr)
- Notstromaggregat                  KVA
- Transportanhänger-               Einachser

Einsatztechnik- Zusatzausrüstung:


- Schlauchboote            3 Stück
- Wassersauger            1 Stück
- Söffelpumpen              3 Stück
- Leichtschaumgenerator        1 Stück

Einsatztechnik- Historisch:


- Benzinmotorspritze             Magirus         Bj. 1926
- Löschfahrzeug                     LF 25 MB Diesel    Bj. 1936

Mitgliederstand der FFW Bad Düben einschließlich Löschgruppe Wellaune

Ehrenmitglieder                                           18
Vorbeugender Brandschutz- Frauen-        24
Vorbeugender Brandschutz- Männer-       8
Abwehrender Brandschutz- Männer          74

Gesamtmitgliederzahl                                124 Kameradinnen und Kameraden   

Bei einem Festumzug (noch zu DDR- Zeiten) in Meuselwitz, erlitt unser Oldtimers LF 25 einen Motorschaden. Auf dem 6. Deutschen Feuerwehtag in Friedrichshafen, wurden erste Bemühungen unternommen eine Reparatur zu organisieren.
1993 – 1995 wurde die Reparatur des Motors der LF 25 in Oberstdorf bei der Herrn Krumbacher mit Unterstützung der Fa. Mercedes- Benz und der Fa. Heinz Kühne Bad Düben durchgeführt.
Von 1993 bis  2006 war Kamerad Kübler Stellvertretender Kreisbrandmeister des Landkreises Delitzsch.
Bei den vielen neuen Aufgaben, die nach der Wende anstanden, wurde die Ausbildung jedoch nicht vernachlässigt. So wurde in den Jahren nach 1993 kontinuierlich daran gearbeitet, mit Hilfe von qualifizierten Kameraden einen Kreisausbildungsstützpunkt in Bad Düben einzurichten.

Im Juni 1996 fand das erste Gerätehausfest statt. Die Idee für solch ein Fest hatten sich die Kameraden der Bad Dübener Wehr bei einem Besuch unserer Partnerfeuerwehr in Diez geholt. Das Gerätehausfest ist nun schon zur Tradition geworden und findet jedes Jahr am zweiten Wochenende im Juni statt.
Diese Veranstaltung nutzt unsere Wehr um sich zu präsentieren. Die Technik und das Gerätehaus werden den Bürgern unserer Stadt vorgestellt, es werden Auszeichnungen und Ehrungen vorgenommen. Am Abend wird dann zusammen mit den Bürgern der Stadt gefeiert.

Am 03.10.1997 bekam die Wehr ein neues  Löschfahrzeug. Dieses Fahrzeug, ein TLF 16 45W, das speziell für fahren im Gelände ausgelegt ist, eignet sich für unsere Region, besonders.

Am 16. Juni1998 wurde der Feuerwehrförderverein Bad Düben e.V. gegründet.
Gründungsmitglieder sind:

Siegfried Kübler

Fred Vogelweider

Mathias Wolf

Thilo Durrey

Sven Hindemitt

Thomas Jungchen

Hans- Joachim Schwaab

Hans Grundmann

Im Zuge der im Jahr 1997/98 stattgefundenen Sanierungsarbeiten am Gerätehaus (neu Gasheizung), war im Heizraum Platz entstanden. Diese Räumlichkeiten wurden umgebaut. Es entstand eine moderne Atemschutzwerkstatt und das Archiv. Der Keller wird heute als Lagerraum genutzt.

Da wir mit der Mulde, ein sehr schnell fließendes Gewässer unmittelbar vor den Toren der Stadt haben, war es unbedingt notwendig, ein Rettungsboot zu beschaffen. Dieses  Boot, welches die Wehr im Jahr 1998 erhalten hat, erleichtert die Arbeit sehr und ist sehr viel effektiver als unsere Schlauchboote mit Paddel.

Im gleichen Jahr bekam die Feuerwehr, im Zuge ihrer Aufgaben in der KAT- Schutz Einheit, einen PKW Opel als Führungsfahrzeug gestellt.

Das Gerätehaus war in die Jahre gekommen und die Technik hat sich in solch großem Maße verändert, dass eine Modernisierung des Hauses unbedingt nötig wurde.
1999 fand die erste Zusammenkunft mit der Stadtverwaltung Bad Düben statt. Die Rekonstruktion des Gerätehauses sollte laut Stadtverwaltung in mehreren Jahresscheiben erfolgen. Das Regierungspräsidium Leipzig und die Wehrleitung stimmten dem nicht zu. Dieser Vorschlag wurde erst einmal verworfen.
Am 3. Oktober 2000 wurde unser, in Eigenleistung umgebauter, HRW (Hilfsrüstwagen) außer Betrieb genommen. Der Wehr wurde ein nagelneuer RW1 übergeben.

Am 13. Januar 2001 wurde Kamerad Jürgen Müller zum neuen Wehrleiter gewählt.
Ab April 2001 wurde das Parkett im großen Schulungssaal saniert.
Im August des gleichen Jahr ist auch ein von den Kameraden selbst erbauter Hubschrauberlandeplatz in Betrieb gegangen. Er ermöglicht einen gefahrlosen Abtransport von verletzten Personen auch bei schlechterem Wetter oder bei Nacht.
Am 01. März 2002 wurde Kamerad Jürgen Müller zum Stadtwehrleiter gewählt.
Eine besondere Bewährungsprobe stellte das im August 2002 über unsere Stadt und den umliegenden Gemeinden hereingebrochene Jahrhunderthochwasser dar. Hier wurde unsere Wehr bis an die Belastungsgrenze geführt. Unsere Kameraden waren vom 13.08.2002 bis
24.08. 2002 fast ununterbrochen im Einsatz und leisteten während dieser Zeit ca. 8 000 Stunden.
Es sei an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich allen Kameradinnen und Kameraden, sowie deren Angehörigen und den vielen Helfern unser Dank ausgesprochen.

Am 04 10. 2002 wurde unser neues Löschfahrzeug LF 16/12 geholt und am 31.10.2002 durch den Landrat Herrn Czupalla feierlich übergeben

Der 10.05.2003 war ein sehr wichtiges Datum in der Geschichte der FFW Bad Düben.
Endlich begann die so lang ersehnte Rekonstruktion und Umbau unseres in die Jahre gekommenen Gerätehauses. Auf Grund der Vielzahl  moderner  Technik, die in den vergangenen Jahren angeschafft wurde, reichte der Platz und die Ausstattung des 1976 in Betrieb genommenen Gerätehauses nicht mehr aus.
Bei der Planung konnten wir als Feuerwehr unsere Vorstellungen, die für einen zweckmäßigen und den heutigen Anforderungen entsprechenden Bau notwendig waren, mit einbringen.
So wurde die Fahrzeughalle vergrößert, eine Druckluftanlage installiert und der komplette Fußboden neu eingebracht.
Das Haus bekam eine neue Fassade, neue Fenster, moderne Sektionaltore und eine Abluftanlage. Weiterhin wurde der Sanitärbereich modernisiert und vieles andere mehr. Insgesamt wurden von den Kameradinnen und Kameraden 3500 Stunden in einem Wert von ca. 42000 Euro Eigenleistung erbracht.
An dieser Stelle sei besonderer Dank an Kamerad Mathias Wolf und Thilo Durrey gesagt, die sich in der Planungsphase, sowie beim eigentlichen Umbau durch besonderes Engagement ausgezeichnet haben..
Eine besondere Schwierigkeit stellte die Auslagerung der gesamten Einsatztechnik und sämtlicher Büromaterealien, sowie des übrigen Inventars, in das Objekt der Bundespolizei in der Schmiedeberger Straße, dar.
Auch wurde dort die gesamte Einsatzbekleidung in Containern eingelagert. Die Fahrzeuge standen unter freiem Himmel und waren abgeschlossen. Es musste folglich auch vom Objekt der Bundespolizei zu Einsätzen ausgerückt werden.
Diese Umstände verzögerten natürlich die Zeit vom Alarm bis zum Ausrücken der Wehr. Wichtig war, dass trotz aller Schwierigkeiten die Feuerwehr Bad Düben zu jedem Zeitpunkt einsatzbereit war und ihre Aufgaben im abwehrenden Brandschutz erfüllen konnte.
Während der Umbauarbeiten zum Gerätehaus hat auch die Aus.- und Weiterbildung nicht gelitten. So nahm die Wehr an einer Großübung im Raum Bad Düben teil, bei der in Zusammenarbeit mit dem Katastrophenschutz und deren Rettungskräfte des THW Leipzig, ein Sattelitenabsturz simuliert wurde.
In diesem Jahr erteilte die Stadtverwaltung die Zustimmung, den LKW- Führerschein,  für Angehörige der Feuerwehr Bad Düben mit 6000,- € zu bezuschussen.
In der Zeit vom 28.05. bis 30.05.2004 fand das 5. Landesturnfest, welches durch die Wehr unterstützt wurde, in Bad Düben statt.
Im Jahr 2004 übernahm die Wehr die Sicherstellung zum Film „NVA“ der im Ortsteil Alaunwerk gedreht wurde.

2005 fand eine Großübung im Rahmen des Katastrophenschutzes im Zentralstadion in Leipzig statt. Dort wurde geprobt, wie ein Stadion bei einem unvorhergesehenen Ereignis schnell geräumt werden kann und Verletzte schnellstmöglich versorgt, sowie abtransportiert werden.
Am 13.11.2005 zum Volkstrauertag, fand die Enthüllung unseres Gedenksteines statt. Er erinnert an unsere verstorbenen Kameraden. Sie werden jedes Jahr mit einem Kranz und der Beflaggung geehrt.
Im Jahr 2006 begann die Feuerwehr Bad Düben mit einer guten Tradition. Es bestand die Möglichkeit beim Kreisfeuerwehrverband Auszeichnungen zu beantragen, um Einrichtungen, Firmen und Personen, die sich um die Förderung der Feuerwehr verdient gemacht haben, zu ehren. Das Schild „Förderer der Feuerwehr“ wurde bis zum heutigen Tag überreicht an:

  Dr. Adelberger                                             April         2006
  Profiroll Technologie Bad Düben               Mai          2006
  Norsa GmbH Amthor                                  Februar   2008
  Wohnungsbaugesellschaft Bad Düben    März        2008

Am 09. und 10. September 2006 jährte sich unsere Wochenendschulung zum 50. Mal. In diesen zwei Tagen vervollkommnen die Kameraden ihr Wissen und proben verschiedene Szenarien, um im Ernstfall auf alle Eventualitäten gut vorbereitet zu sein.
Die Arbeiten zur Restauration der LF 25 waren am 30.09.2006 im Wesentlichen abgeschlossen.
Ab Oktober 2006 begannen die Kameraden mit dem Umbau des alten Kohlelagers. Hier soll ein neuer Stellplatz entstehen.

Am 13.01.2007 wurde nach vielen Nachbesserungen und Verzögerungen endlich unser modernisiertes und umgebautes Gerätehaus durch unseren Bürgermeister Herrn Tulaszewski an die Wehr übergeben. Es war mit Einmarsch der Vereinsfahne und der Kameraden im Fackelschein ein sehr festlicher Akt.
          
Der Umbau hatte am 13.03.2002 begonnen und hat insgesamt ca.900 000 Euro gekostet. Mit diesem Objekt konnte die Wehr ein sehr modernes, den heutigen Anforderungen entsprechendes,  Gerätehaus beziehen.

Seit dem 17.04. 2007 sind alle Angehörigen der Feuerwehr, die im abwehrenden Brandschutz tätig sind, mit der neuen laut DIN geforderten Hupf- Einsatzbekleidung ausgerüstet.

Am 02.10.2008 wurde das umgebaute „alte Kohlelager“ übergeben. Mit diesem Umbau entstand ein neuer Stellplatz, der für die Technik genutzt wird, die nicht sofort unmittelbar an der Einsatzstelle gebraucht wird.

Im Rahmen der Katastrophenschutzeinheit fand am 11.10.2008 eine Großübung auf dem Flughafen Leipzig/ Halle statt. Dort wurde das Bergen und Retten von verletzten Personen nach einem Flugzeugabsturz geprobt.

Am 07.11.08 stand die Wahl zum Stadtwehrleiter an. Gewählt wurde Kamerad Jürgen Jungchen.
Ab 18.12.2008 wurde Kamerad Sven Hindemitt, durch die Bürgermeisterin Frau Münster,  mit der kommissarischen Leitung der Stadtteilfeuerwehr Bad Düben beauftragt.

Momentan sind in der Stadtteilfeuerwehr Bad Düben insgesamt  82 Kameradinnen und Kameraden. Davon sind:

  in der Alters und Ehrenabteilung    32
  davon Frauen                                   6
  im Abwehrenden Brandschutz       50
  in der Jugendfeuerwehr                 10

Im Jahr finden ca. 52 Dienste jeweils am Diensttag in der Zeit von 19.30 Uhr bis 21.00 Uhr statt.
Die Wehrleitung trifft sich bereits 18.00 Uhr um anstehende Probleme noch vor Dienstbeginn zu besprechen. Die Zug.- und Gruppenführer treffen sich 19.00 Uhr, um sich auf die anstehende Ausbildung vorzubereiten. Die Ausbildung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Sie wird in der Regel von unseren eigenen Zug- und Gruppenführern vorbereitet und durchgeführt.
Zusätzlich zu den regulären Diensten kommt noch, die am ersten Wochenende im September stattfindende Wochenendschulung hinzu.
Zu Einsätzen aller Art wird die Stadteilfeuerwehr Bad Düben im Durchschnitt zwischen 70 und 80 Mal gerufen.
Außerdem nimmt die Wehr am kulturellen Leben der Stadt teil und unterstützt die Stadtverwaltung, aber auch Vereine, nach ihren Kräften.

In der Stadtteilfeuerwehr Bad Düben sind zurzeit folgende Einsatzfahrzeuge stationiert:

Ein Tanklöschfahrzeug    TLF 16 45W
Ein Löschfahrzeug           LF 16/12
Ein Rüstwagen                 RW 1
Ein Einsatzleitwagen       ELW     B 1000
Ein Einsatzleitwagen       ELW     Opel- KAT- Schutzzug (Führungsfahrzeug)
Ein Löschfahrzeug           LF 16/12     KAT- Schutzzug

Alters-  und Ehrenabteilung

Bereits vor der Gründung der Alters-  und Ehrenabteilung im Jahr 1999 waren unsere älteren Kameraden in das tägliche Dienstgeschehen eng mit eingebunden und hatten ihren festen Platz im Vereinsleben.
Sie halfen bei Arbeiten im und am Gerätehaus, unterstützten die Wehr mit ihrem umfangreichen theoretischen und praktischen Wissen bei Ausbildungsmaßnahmen und gaben auch so machen kostenlosen Tipp für das tägliche Leben in und außerhalb der Feuerwehr.
In diesem Jahr kann unsere Alters- und Ehrenabteilung  ihr 10- jähriges Gründungsjubiläum begehen und kann auf 10 Jahre intensive Pflege der Kameradschaft, auch außerhalb des abwehrenden Brandschutzes, zurückblicken.
Die Alterskameraden treffen sich regelmäßig und gestalten ihre Dienste in Eigenregie.
So werden Fahrten organisiert, wie die Besichtigung des Flughafens oder der Besuch im
BMW- Werk in Leipzig. Man trifft sich aber auch, um in vergangenen Zeiten zu schwelgen.
Die Arbeit der aktiven Kameraden wird mit Interesse verfolgt und bewertet.
Größere Einsätze werden mit besonderem Interesse verfolgt und ausgewertet.

Zur Gründung zählte die Alters- und Ehrenabteilung
16 Kameraden. Inzwischen ist die Zahl der Kameraden auf 24 Kameraden und 3 Kameradinnen angewachsen.
Das Durchschnittsalter beträgt 69 Jahre.

Die Wehrleitung wünscht den Alterskameradinnen und Alterskameraden auch in Zukunft eine rege Beteiligung am Leben der Feuerwehr, sowie immer ein Ohr an der Masse, um uns Jüngeren auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Aber vor allem wünschen wir Euch Gesundheit.

Jugendfeuerwehr:

Jugendfeuerwehrwart Bad Düben Simone Freye
Stellvertreter                                     Thomas Kübler


1991wurde die Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bad Düben durch Kamerad Christian Webers wieder ins Leben gerufen. Nachdem bereits erstmals 1929 die Gründung einer Jugendfeuerwehr gelungen war, aber durch die Wirren des zweiten Weltkrieges aufgehört hat zu existieren, wurde ab 1955, in der Amtszeit von Wehrleiter  Hermann Große mit großem Erfolg die Gruppe der „Jungen Brandschutzhelfer“ aufgebaut. Leider hörte diese Gruppe mit der Wende 1989/90 erst einmal auf zu existieren. Pioniere gab es eben nicht mehr.
Nach der Umorientierung der Feuerwehr war klar, dass die Jugendarbeit weiterhin gefördert werden muss. Deshalb kam es bereits ein Jahr später zur Gründung einer Abteilung in der Feuerwehr, die sich jetzt Jugendfeuerwehr nannte.
Durch besonderes Engagement des Kameraden Webers ist es gelungen, eine starke Truppe aufzubauen, die zeitweise aus über 20 Jugendfeuerwehr Mädchen und Jungen bestand.
Viele unserer heutigen Kameraden sind durch seine Hände gegangen und haben bei ihm das ein mal eins der Feuerwehr gelernt.
Die Jugendfeuerwehr trifft sich jeden Donnerstag, dann gibt es Feuerwehr zum anfassen, aber auch theoretischen Unterricht. Es werden Fahrten organisiert um die Kameradschaft zu fördern oder einfach Spaß zusammen zu haben. Hier einige Höhepunkte aus dem Leben unserer Jugendfeuerwehr.

1992    drei Jugendfeuerwehrmitglieder sind Delegierte bei der „Europäischen Jugendwoche“ im Zeltlager Seifhennersdorf 
1993    Besuch des Kreisfeuerwehrtages in Eilenburg
1994     Vorbereitung 125 Jahre Feuerwehr Bad Düben
1995    Besuch des Hallenbades in Eilenburg
1996    Exkursion nach Schkeuditz, Schlauchbootübung,     Kreisjugendzeltlager „ROTE JAHNE“
1997    „Knaxfest“ im Schullandheim Bad Düben
1998    Fahrt ins Spaßbad „Riff“ nach Bad Lausick, Zeltlager „Rot am     See
1999    Zeltlager in Schnaditz, Fahrt nach Berlin zum Reichstag und     zum Weihnachtsmarkt
2000    Weihnachtsfeier im Gerätehaus
2001    Teilnahme am Gerätehausfest und an der Wochenendschulung, Kreisausscheid in Kossa eine     Wettkampfmannschaft tritt an
2002    Besuch „Heide SPA“ Bad Düben
2003    Besichtigung der Burg Bad Düben, Vorführung zum Gerätehausfest
2004    Tag der offenen Tür (Kinder erklären ihren Eltern das Gerätehaus)
2005    35 km Fahrradtour durch die Dübener Heide
2006    Gerätehausfest mit Wimpelübergabe durch den Wehrleiter
2007    Kindertag auf dem Marktplatz mit Bierkastenstapeln
2008     Besuch des Wintercamps, erstmals gemeinsames Training Löschangriff mit der Jugendfeuerwehr Tiefensee und Schnaditz, Osterfeuer und  Überraschung im Gerätehaus, Kletterpark „ROTE JAHNE“ gesponsert und mit der Bürgermeisterin Frau Münster

Zurzeit gibt es in der Jugendfeuerwehr Bad Düben 10 Mädchen und Jungen.

Wir gedenken
Unserer Verstorbenen



Copyright © 2017 Feuerwehr Bad Düben. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.
Design by TK.BD Joomla 1.6 templates